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    Konfi-Arbeit neu gedacht

    „Wir tun gut daran, Erinnerungen wach zu halten!“

    J. SalewskiJugendhaus Oppenheim - Besuch der KZ Gedenkstätte Osthofen

    Jugendliche besuchen die KZ Gedenkstätte in Osthofen.

    Pfarrer Simon Ahäuser schreibt hier über den gemeinsamen Besuch der Konfirmandengruppen aus zwei evangelischen Kirchengemeinden in der KZ-Gedenkstätte in Osthofen. Sie informierten sich dort über das, was damals passierte und wie wir so etwas heute verhindern können.

    „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15)

    Auf der Suche nach Frieden waren die Konfirmand:innen aus Oppenheim und Dienheim auch in diesem Jahr wieder. Manchmal muss man sich dafür gedanklich in den Krieg begeben. An den Ort, an dem in nur wenigen Wochen das Leben von Menschen nachhaltig zerstört wurde. An dem Menschen binnen kürzester Zeit 20 kg Gewicht verloren und danach für das Leben gezeichnet sind.

    28 Jugendliche aus den Gemeinden besuchten gemeinsam mit Jürgen Salewski vom Jugendhaus Oppenheim, Johanna Stein vom Geschichtsverein Oppenheim und Pfarrer Simon Ahäuser die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Osthofen. Sie informierten sich dort über das, was damals passierte und wie wir so etwas heute verhindern können.

    Die Jugendlichen sind sehr interessiert und stellen derart viele Fragen, dass sogar der erste angedachte Zug zurück verpasst wurde.

    Die Gedenkstätte des ehemaligen KZs Osthofen bietet einen guten Einstieg in das „unbegreifliche“ Thema. Vor Ort sind keine Menschen gestorben (wahrscheinlich aber an den Spätfolgen) und verbrachten in der Regel „nur“ drei bis sechs Wochen dort. Das KZ war für ca. ein Jahr in Benutzung, danach gab es keine „politischen Feinde des Nationalsozialismus“ mehr im Umkreis und es konnte geschlossen werden.

    Suche Frieden und jage ihm nach. Frieden beginnt da, wo man sich mit dem Vergangenen auseinandersetzt – zu dem steht, was passiert ist. Als 2004 die Gedenkstätte eröffnet wird, gibt es viele Vorbehalte. Man möchte nicht wahrhaben, dass Menschen vor Ort tatsächlich gedemütigt und gefoltert wurden. Noch heute geht das Gerücht herum, dass alle Inhaftierten „Verbrecher“ gewesen seien und es daher wohl nicht anders verdient gehabt hätten. Völliger Unsinn.

    Wir tun gut daran, diese Erinnerungskultur wach zu halten! Die aktuellen Geschehnisse in Osteuropa zeigen, wie brüchig Frieden ist. Bleiben wir also dran, mit der Vergangenheit im Gewissen und der Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Lassen wir aus Erkenntnissen Taten folgen. Unsere Jugendlichen machen dazu schon den ersten Schritt.

    Jesus Christus spricht: Ich gebe euch meinen Frieden. Ich gebe euch nicht den Frieden, wie ihn diese Welt gibt. Lasst euch im Herzen keine Angst machen und lasst euch nicht entmutigen.“ (Johannes 14,27).

    Pfarrer Simon Ahäuser

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