Das WIR gewinnt!

Beim 12. Konfi-Adventure rund um die Oppenheimer Landskrone - als erlebnispädagogischer Abenteuerparcours zum Start in die Konfirmandenzeit - konnten viele mehr als 250 junge Menschen an Stationen um die Landskrone ihr Wissen und Können einbringen und zusammen manche Herausforderungen meistern.

Mehr als 20 Konfirmandengruppen mit rund 250 jungen Menschen und somit starke Teams waren am 30. Juni und 1. Juli zu Gast in Oppenheim, für erlebnisreiche Stunden beim Konfi-Adventure rund um die Landskrone. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst wurden die Mädchen und Jungen, begleitet von vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, in der Katharinenkirche begrüßt. „Das WIR gewinnt – wir sind ein Team“ lautete das Motto der Aktion. In Lesungstexten und Predigt spannten Vikar Simon Althäuser und Pfarrer Michael Riedl dabei einen Bogen von der Bibel, mit einem Text zur Bedeutung aller Körperteile, bis zur Fußball-Europameisterschaft: „Ein Leib, viele Glieder - eine Mannschaft, viele Spieler“, hieß es passend dazu. Der Gedanke „Jeder gehört dazu“ bildete einen roten Faden; auch Lieder wie „Lean on me“ handelten von Vertrauen und Verlässlichkeit. Fair und respektvoll miteinander umzugehen, ob im Sport oder als Teil einer großen Gemeinschaft, diese Botschaft ging von den Erlebnistagen aus. „Zudem können die Jugendlichen sehen, wie vielseitig Kirche ist und was vor Ort angeboten wird“, erklärte Dekan Michael Graebsch.

Aktive Ehrenamtliche
Veranstalter des jährlichen Abenteuer- und Erlebnisparcours sind die Evangelische Jugend und das Jugendhaus im Dekanat Oppenheim in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Mainz-Bingen, Bereich Suchtprävention, und der Stadt Oppenheim. Mit im Boot sind unter anderem auch die Schulsozialarbeit der Integrierten Gesamtschule Oppenheim und die Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Aktiv mit einbezogen waren auch zahlreiche Ehrenamtliche, ob bei den intensiven Vorbereitungen und an beiden Tagen vor Ort. „Die Aktion lebt vom Engagement der vielen Helferinnen und Helfer“, lobte Heike Weber. Die Spielleitung lag in ihren Händen, sie koordinierte auch den Stationswechsel.

Ausgestattet mit Mappen waren die Teams im gesamten Wald unterwegs. Überall konnten sie ihre Fähigkeiten einbringen und Neues kennenlernen; nicht nur für sich, sondern vor allem zusammen galt es die Aufgaben zu meistern. Eine besondere erlebnispädagogische Herausforderung bildete dabei die Überquerung einer Schlucht, die Jugendhausleiter Jürgen Salewski vorbereitet hatte. Von Anfang an ist er mit dabei: „Die Konfi-Tage haben ja schon Tradition und das Gelände hier ist optimal für einen außergewöhnlichen Tag in der Natur“, meinte er, verbunden mit einem Dank an die Stadt. Als Fachübungsleiter für Klettern sorgte er unter anderem für Sicherheit auf dem Seil und freute sich über den Mut derjenigen, die sich trauten. Sie konnten Schritt für Schritt ihre Angst überwinden, doch es war ebenso wichtig, die eigenen Grenzen zu akzeptieren.
 
Kooperation und Teamgeist
Sozial- und Lebenskompetenzen zu fördern, sich selbst und andere besser kennenzulernen, darum ging es auch bei anderen Parcours, bei denen Teamgeist und kreative Handlungsstrategien gefragt waren. Die Betreuer an den Stationen gaben Tipps und ließen die „Konfis“ eigene Lösungen finden, wobei nicht in erster Linie das Ergebnis zählte, sondern der Weg dorthin.

Das Wir-Gefühl schätzten auch die Pfarrerinnen und Pfarrer, froh darüber, eine andere Sicht auf die Jugendlichen zu gewinnen als nur in der Konfirmandenstunde. Stolz auf ihre Schützlinge ist auch Pfarrerin Dagmar Diehl aus Bodenheim: Im vergangenen Jahr hatten sie beide Pokale erhalten und das Cocktail-Mixen für künftige Gemeindefeste geübt. Die Idee, dass man (ob jung oder alt) auch ohne Alkohol viel Spaß haben kann, kam sehr gut an und es konnte probiert werden, wie gut „Blaue Lagune“ oder „Virgin Caipi“ schmecken. Zudem gab es Hefte mit Rezepten zum Mitnehmen. Niko Blug, der auch außerhalb des Konfi-Adventures das Konzept „Free Room“ begleitet, entführte die Teilnehmer per Seil „auf den Mond“ und freute sich über den vollen Erfolg der Aktion für alle Beteiligten, ob junge Leute, Gemeindevertreter oder Haupt- und Ehrenamtliche der Einrichtungen, die Hand in Hand zusammenwirkten. Dass es bei all dem Trubel ruhig zuging, schätzte auch Volkmar Herfel, der für den ASB im Einsatz war. Zudem konnten Quizfragen rund um Erste Hilfe oder das Kirchenjahr beantwortet werden.

Wanderpokal für die Gewinnermannschaft
Die besten Gruppen durften sich über den Konfi-Adventure und den Fairnesspokal für gutes soziales Miteinander und Teamgeist freuen – als Wanderpokale bleiben sie bis 2017 in den Gemeinden. Am ersten Tag konnte Nieder-Saulheim 1 den Pokal für sich gewinnen, den Fairnesspokal gewann die Gruppe „Guntersblum 1“. Mommenheim-Lörzweiler 2 siegte am zweiten Tag und Oppenheim 1 holte hier den Fairnesspokal. Starke Teams und ein gewachsenes Miteinander – das Konfi-Adventure als Gemeinschaftserlebnis der Konfirmandengruppen im Oppenheimer Dekanat oder wie das Motto sagt: „Das WIR gewinnt!“