Tag der Offenen Tür

Bunte Luftballons wiesen den Weg zum Tag der Offenen Tür im Jugendhaus und der benachbarten Jugendmusikschule. Bei strahlendem Sonnenschein lud das Jugendhausteam zusammen mit den Jugendmusikschullehren der VG Rhein-Selz zu einem spannendem musikalischen, künstlerischem und kreativem Programm ein. Und endlich wurde auch unsere tolle neue Basketballanlage eingeweiht. Vielen Dank an den FSV Oppenheim!

Jungen Leuten Räume zum Ausprobieren bieten
Mitmachangebote, Malen, Musik und mehr wurden geboten zum Tag der Offenen Tür im Oppenheimer Jugendhaus und in der benachbarten Jugendmusikschule.

„Kinder und Jugendliche brauchen Räume“, betonte Pfarrer Olliver Zobel als neuer Dekan des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim. Gern nutzte er den Nachmittag mit buntem Programm, um das Jugendhaus mit seinen vielfältigen Angeboten näher kennenzulernen. Seit mehr als 30 Jahren ist die Einrichtung bereits in evangelischer Trägerschaft und somit nun in seinem Verantwortungsbereich. „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, zitierte er einen Psalm-Vers und brachte seine Bedenken zum Ausdruck: „Egoismus, Nationalismus und Angst gefährden heutzutage manche Entwicklung“, sagte er und hofft auf neue Freiräume in der Gesellschaft. Spontan nahm Olliver Zobel, selbst dreifacher Vater, das Angebot an, die neue Basketballanlage, finanziert aus den Geldern eines Spendenspiels des FSV Oppenheim, mit gekonnten Korbwürfen zu eröffnen. „Das verlernt man nicht“, lachte er.

Grund zur Zufriedenheit gab es auch für Jugendhaus-Leiter Jürgen Salewski: „Jugendarbeit und Kultur sind wichtige Strukturmerkmale“, sagte er zur Begrüßung, „wir freuen uns, dass die Stadt am Puls der Zeit ist und uns unterstützt.“ Dankbar für die wertvolle Arbeit, die hier seit vielen Jahren geleistet wird, sprachen Stadtbürgermeister Walter Jertz und Klaus Penzer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, von einer Erfolgsgeschichte. Sie sicherten weitere Förderung zu, um auch künftig vor Ort viele Projekte im Interesse der jungen Menschen zu gestalten.

Ihre Anerkennung galt dem Geigenensemble unter der Leitung von Johanna Detzel, das sein Können zeigte. Auch weitere junge Musiker und Mitarbeitende boten ein abwechslungsreiches Programm, zum Zuhören und Mitmachen. Bewährt hat sich das Konzept des gemeinsamen Tages der Offenen Tür schon seit 2010. Vielfältige Instrumente konnten die Gäste bei einer Rallye durch die Räume testen: Wie fühlen sie sich an und wie funktionieren sie? Wie hält man Geige und Bogen richtig, wie greift und spielt man auf Gitarre oder Ukulele? Welche amüsanten Töne lassen sich Trompete und Horn entlocken? Auch in die Tasten des Keyboards konnten die Kinder greifen oder Schlagzeug spielen. In Kooperation mit der VG-Jugendpflegerin Catarina Rodrigues wurden mit Jürgen Salewski eigene Cajons gebaut und in einem Trommelworkshop ausprobiert. Rock mit Bands der Musikschule und dem Wormser Acoustic Duo „Newborn Chances“ stand abends auf dem Programm. Stärken konnten sich die Gäste mit frischen Snacks aus dem Café des Hauses.

Manga-Ausstellung, Kinderlesung und Medienworkshops

Wo ist hier was zu finden? Welche Ansprechpartner und welche Angebote gibt es? Was ist los in den Ferien? Fragen wie diese wurden beantwortet, zugleich konnte man sich bei einer Rallye mit Tablets in den Händen mit digitalen Medien vertraut machen. Technisches Verständnis wurde auch geschult im Zeichenworkshop mit dem Künstler Bruno. Er gab Tipps für Manga-Freunde und übte konstruktive Kritik beim Blick in die Mappe oder auf neu entstandene Werke. Woran könnten die Mädchen und Jungs weiter feilen, was sieht schon echt stark aus? Auch Austausch mit Gleichgesinnten schätzen die Hobbyzeichner, die gern schnelle Skizzen zu Papier bringen oder auch, mit Liebe zum Detail, über Tage an ihren Bildern arbeiten. Komplimente gab es für die Manga-Ausstellung der jungen Künstler im großen Raum des Offenen Treffs – gesammelte Werke aus sechs Jahren, hübsch präsentiert auf Leinwänden. Zudem entstanden kleine Basteleien und ein großes Gemeinschaftskunstwerk aus lustig gestalteten Fingerabdrücken.

Kinder zum Lachen zu bringen ist Herzenssache für Florentine Hein, die mit ihren Geschichten die Freude am Lesen fördern möchte. Zum ersten Mal stellte sie ihr neues Buch vor, „Ein Eis für Engelchen“. Aktiv bezog sie ihre jungen Zuhörer dabei mit ein: Was man alles zum Schreiben braucht? „Fantasie“, meldete sich ein Mädchen, „Inspiration“, ergänzte ein anderes. Die bieten der Autorin ihre Familie und Heimatstadt Worms. Wer dort den Dom besucht und genau hinsieht entdeckt einen Dackel, erzählte sie und nahm ihr Publikum auf eine kleine Zeitreise mit. Bilder und Musik untermalten das spannende Geschehen, Sänger Dormio schlüpfte dabei in lustige Rollen und Outfits. Eine Menge Spaß und offene Türen bietet das Jugendhaus auch weiterhin.

Ausblick: Osterferienprogramm
Seit Anfang des Jahres ist im Oppenheimer Jugendhaus eine halbe Stelle „Mobile Kinder- und Jugendarbeit“ angesiedelt. Ein Projekt daraus startet in Kooperation mit der VG Rhein-Selz in Form einer Pilotveranstaltung im Rahmen des diesjährigen Osterferienprogramms (23. bis 26. April). Das Partizipationsprojekt „Komm mit auf Entdeckertour!“ für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren findet auf einem Naturgelände, welches von der Stadt Oppenheim zur Verfügung gestellt wird, statt. Dabei gehen die jungen Forscher im Gelände auf Entdeckertour, erforschen es und planen aus Kindersicht, wie es zukünftig ein noch spannender Ort für Kinder werden kann. Anmeldung bis 17. April unter: www.vg-rhein-selz.feripro.de.