Do art - don't do drugs

Bekenn Farbe - bleib sauber... geht in die dritte Runde und ihr seid gefragt! Am 29. Mai. 2015, 15 Uhr findet unser diesjähriger Graffiti-Workshop statt. Manuel "Buntic" Gerullis (www.meetingofstyles.com) zeigt euch die ersten Basics. 

Am 29. und 30. Mai 2015 findet ein zweitägiges Graffiti-Event unter dem Motto „do art – don’t do drugs“ statt. Freitags startet mit einem Skizzenkurs eine Einführung in das Thema mit dem bekannten Graffitikünstler Manuel „Buntic“ Gerullis (www.meetingofstyles.com) im Jugendhaus Oppenheim. Samstags ab 11 Uhr übertragen die jungen Nachwuchskünstler dann die Entwürfe mit Spraydosen auf die Wand an der Unterführung nahe des Oppenheimer Bahnhofs. Das Sprayevent ist eingebunden in die suchtpräventive Arbeit des Jugendhauses Oppenheim (Evangelisches Dekanat) und der Suchtberatung des Diakonischen Werkes Mainz-Bingen. Ziel der Veranstaltung ist neben der Förderung einer legalen wie lokalen Jugendkultur die Suche nach neuen, freien Flächen in und um Oppenheim. „Wenn wir es durch das Graffiti-Event auch noch schaffen würden, neue Wände für zukünftige Projekte zur Verfügung gestellt zu bekommen, wäre das wunderbar“ so die Veranstalter. Interessenten können sich hierzu an die drei Kooperationspartner Diakonisches Werk Mainz-Bingen, Jugendhaus Oppenheim oder die Stadt Oppenheim wenden.

Jugendliche wollen gesehen werden und eigene Grenzen austesten. Graffiti ist ein Teil ihrer Lebenswelt und jugendkultureller Ausdruck. Um diesem Raum zu geben, fand daher bereits im Jahr 2013 in Oppenheim im Rahmen der Landesweiten Aktionswoche Suchtprävention der erste Workshop „Bekenn FARBE, bleib SAUBER“ statt. Besprüht wurde die Außenwand des Jugendhauses Oppenheim. Die Stadt Oppenheim erteilte im Sommer 2014 dann die weitere Freigabe zum Besprühen einer Wand an der Unterführung in der Nähe des Bahnhofes. In diesem Jahr folgt nun Teil drei des Graffitiprojektes und somit der Fertigstellung der Unterführung.

Jürgen Salewski, Leiter des Jugendhauses Oppenheim erklärt: „Nach dem erfolgreichen Start 2013 freuen wir uns über die Weiterführung des Projektes. Graffiti entspricht dem Lebensgefühl vieler Jugendlicher. Mit dem Sprayevent möchten wir ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Kreativität in einem legalen Rahmen fördern.“

Die am Projekt beteiligten Mitglieder des Regionalen Arbeitskreises Suchtprävention (RAK) verstehen das Sprühen von Graffitis als einen Teil aktiv gelebter Jugendkultur. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es daher, Jugendlichen Freiräume zu verschaffen, in denen sie ihrem Hobby nachgehen und ihrer Kunst legal und somit ohne Gefahr ausüben können. 

Dass Suchtprävention mehr ist, als Jugendliche vor den Gefahren von Drogen aufzuklären, weiß Niko Blug, Fachkraft für Suchtprävention des Diakonischen Werkes Mainz-Bingen. „Suchtprävention hat viele Gesichter. Mit dem Sprayevent möchten wird den Jugendlichen ohne erhobenen Zeigefinger legale Alternativen bieten, um ihre Kunst auszudrücken. Somit vermeiden wir aktiv Problemsituation und schaffen Raum für Ausdruck individueller Haltungen und Partizipation.“ 

Nicht zu kurz kommen an beiden Tagen natürlich der Spaß und die Lust an der kreativen Gestaltung der eigenen Lebenswelt. Die Förderung der Kreativität und die Stärkung der Lebenskompetenzen von Jugendlichen stehen dabei im Mittelpunkt gelungenen Suchtprävention.

Auch die Stadt Oppenheim profitiert von der Verschönerung der Unterführung, sinnlose Schmierereien werden so vorgebeugt. „Mit dem Sprayevent geben wir jungen Leuten gerne die Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu tun“ so Hansjürgen Bodderas, Erster Beigeordneter der Stadt Oppenheim. 

Kontakt

Niko Blug, Suchtprävention Diakonisches Werk Mainz-Bingen, Telefon: 06133 - 5789916

Jürgen Salewski, Jugendhaus Oppenheim (Evangelisches Dekanat), Telefon: 06133 – 4188, www.jugendhaus-oppenheim.de